So oder so ähnlich tatsächlich geschehen:
Frau A hat Geburtstag und reserviert für 25 Personen einen Tisch im Lokal B. Sie wohnt erst seit sechs Monaten in der Stadt, und lädt im Bekanntenkreis aus dem Studium und der Nachbarschaft ein.
Statt der erwarteten 25 Personen kommen 35, einige geladene Gäste bringen noch ihre Partner oder Freunde mit, woraufhin sich kleine Gruppen an den Nachbartischen verteilen. Frau A lässt für 60 Euro Sekt servieren, im Übrigen geht sie stillschweigend davon aus, dass alle anderen Bestellungen privat beglichen werden.
Am Ende des Abends (gegen 01:30 Uhr) sitzt Frau A mit den letzten Gästen (10 von 35) am Tisch. Die Bedienung C weist die Anwesenden darauf hin, dass das Lokal schließt und fordert sie auf, die Rechnung zu begleichen. Nachdem alle Anwesenden ihren Teil der Rechnung getrennt gezahlt haben, bleiben noch 60 Euro offen (von insgesamt rund 360 EUR). Auf welche Personen (Anwesende oder bereits gegangene Gäste) dieser Betrag entfällt kann die Bedienung C nicht mehr sagen. Auch Frau A kann hierzu keine Aussage machen.
Die Anwesenden erklären, ihren Teil der Rechnung beglichen zu haben, bieten der Bedienung C aber an, die Hälfte der offenen Rechnung zu begleichen. An diesem Punkt schaltet sich die Inhaberin/Betreiberin D ein. Sie schlägt das Angebot aus, und besteht auf den vollen Betrag. Sie weist Frau A darauf hin, dass es unangemessen wäre, müsste die Bedienung den fehlenden Betrag aus eigener Tasche bezahlen. Im weiteren Verlauf (Frau A und die anwesenden Gäste sind nicht bereit, den vollen Betrag zu zahlen) kündigt sie an, die Polizei zu rufen, sollte Frau A den fehlenden Betrag nicht begleichen.
(…)
Weiterlesen…
Mal sehen, was die Experten dazu sagen. Wir gingen zwar als moralische Sieger aus dem Abend heraus, aber die Geschichte wurmt mich. Jetzt gibt es ein Lokal in der Schanze, wo ich mit Sicherheit nicht mehr hingehe. :-D